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Startseite Sie befinden Sich hier: > Kultur > Programmschwerpunkt Demokratie > Vortragsreihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“



 

Die kommenden Termine im Überblick:


13. September 2018, 19 Uhr, Rathaussaal 
Vortrag „Amstetten 1938. Gewalt, Euphorie, Schweigen“ 
(Dr. Thomas Buchner)

Stadtarchivar Dr. Thomas Buchner thematisiert in diesem Vortrag das Jahr 1938 in Amstetten und damit den „Anschluss“ und das Novemberpogrom auf lokaler Ebene. Im März 1938 übernahmen die Nationalsozialisten in Österreich die Macht, die deutsche Wehrmacht marschierte ein und das Land wurde Teil des Dritten Reichs. Im Rahmen dieses Vortrags werden die großen politischen Ereignisse mit der lokalen Amstettner Geschichte verknüpft. Es wird der Frage nachgegangen, wie stark der Nationalsozialismus bereits vor 1938 in der Amstettner Gesellschaft verankert war, welche Bedeutung die sogenannte Amstettner „Blutnacht“ vom 10. April 1938 hatte und wie unmittelbar nach dem Anschluss Repressions- und Verfolgungsmaßnahmen einsetzten, die einen ersten Höhepunkt im Novemberpogrom fanden.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“ des von der Stadtgemeinde im Veranstaltungsjahr 2018 ausgerufenen Programmschwerpunktes „Demokratie“. Diese eigens konzipierte Reihe von sechs Vorträgen, in denen renommierte WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, verknüpft die Gedenkanlässe mit Fragen nach der Entwicklung der österreichischen Demokratie.

Eintritt frei!


27. September 2018, 19 Uhr, Rathaussaal 
Vortrag „Die Heil- und  Pflegeanstalt Mauer-Öhling in der NS-Zeit. Aktuelle Forschungsergebnisse“ (Dr. Philipp Mettauer)

Programmschwerpunkt Demokratie. Vortragsreihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“, Stadtgemeinde Amstetten.

Im Rahmen des Sparkling-Science-Projekt „Geschlossene Anstalt? Die „Heil- und Pflegeanstalt" Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis“ präsentiert Historiker Dr. Philipp Mettauer (Institut für jüdische Geschichte Österreichs) neueste Erkenntnisse zur Anstalt Mauer-Öhling im Dritten Reich.

Die „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling war die drittgrößte Klinik der „Ostmark“, die im nationalsozialistischen System an der Ermordung von Psychiatrie-Patientinnen und -Patienten beteiligt war. Nach den „Todestransporten“ der Jahre 1940/41 bzw. 1943 nach Niedernhart, Hartheim und Gugging, bei denen insgesamt 1.600 Personen ums Leben kamen, wurde anstaltsintern weiter gemordet. Aber nicht nur die als „Endzeitverbrechen“ zu wertenden Mordaktionen des Dr. Emil Gelny unter Beihilfe des Anstaltspersonals, denen im November 1944 und April 1945 nochmals rund 200 Menschen zum Opfer fielen, ließ die Sterberate drastisch ansteigen, schon zuvor hatten sich die Todesfälle dermaßen gehäuft, dass der überfüllte Anstaltsfriedhof erweitert werden musste.
Der Vortrag wird neue Erkenntnisse aus bisher unausgewerteten Archivbeständen, die im Rahmen des Forschungsprojekts am Institut für jüdische Geschichte Österreichs gewonnen wurden, präsentieren und diskutieren. 

Eintritt frei!


18. Oktober 2018, 19 Uhr, Rathaussaal 
Vortrag „Frauen und Männer. Emotionen und Fakten. Eine Geschlechtergeschichte der Zweiten Republik“ (Dr. Irene Bandhauer-Schöffmann)

21. November 2018, 19 Uhr, Rathaussaal 
Vortrag „Demokratie vermitteln 1918-2018. Zwischen Klassenzimmern und Echokammern“ (Mag. Patrick Danter)
Präsentation der Ergebnisse der Demokratieworkshops 
Präsentation der neugestalteten Displays (Mag. Heiner Brachner, Dr. Manfred Wohlfahrt †)

 



Schon stattgefundene Vorträge

 

Donnerstag, 07. Juni 2018, 19:00 Uhr, Rathaussaal Amstetten
Programmschwerpunkt Demokratie

Die gescheiterte Republik. Das Beispiel Niederösterreich

Vortrag von Dr. Stefan Eminger (Niederösterreichisches Landesarchiv)

Im Rahmen des Programmschwerpunkts „Demokratie“ der Stadtgemeinde Amstetten wird sich der zweite Vortrag zur österreichischen Geschichte mit einem letztlich gescheiterten demokratischen Experiment in Österreich beschäftigen. Der Zeithistoriker Dr. Stefan Eminger vom Niederösterreichischen Landesarchiv wird am 7. Juni 2018 im Rathaussaal Amstetten der Frage nachgehen, welche Prozesse die Erste Republik zu Fall gebracht haben. 

Auch wenn Viele das glauben machen wollen: Die Erste Republik war keine Einbahnstraße in die Katastrophe. Sie hatte ihre Chance. Der Vortrag lotet das Potential des ersten demokratischen Staates Österreich aus. Er bilanziert die zerstörerischen Kräfte und fragt nach nicht genommenen Ausfahrten aus der Krise. Im Fokus steht dabei Niederösterreich, das sich gerade in der Zwischenkriegszeit von anderen Bundesländern erheblich unterschied.

Fotos: Demonstration von Arbeitslosen aus dem Ybbstal am Amstettner Hauptplatz 1932; Parteilokal der Amstettner NSDAP Anfang der 1930er (Gasthaus Kronberger, Hauptplatz)

Beide Fotos © Stadtarchiv Amstetten

Eintritt: freiwillige Spenden

Fotos: Stadtarchiv Amstetten

 

24. Mai 2018, 19 Uhr, Rathaussaal 

„Amstetten 1918. Demokratische Revolution in der Kleinstadt?“ 

Vortrag von Dr. Gerhard Ziskovsky
Ausgehend vom Jahr 1918, dem Ende von Krieg und Monarchie, geht dieser Vortrag der Frage nach, inwieweit man auf lokaler Ebene von einer revolutionären Veränderung sprechen kann. Dabei werden einerseits die Geschehnisse der Umbruchsphase 1918/1919 (Hunger, Rückfluten der Soldaten) beleuchtet, andererseits aber in einen räumlich und zeitlich größeren historischen Zusammenhang gestellt.
Eintritt: Freiwillige Spenden

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